Haarfarben – Echt und falsch

6. Februar 2010

Haar – Haare – Haarfarben – blond, braun, schwarz, rot – Frauenhaar – Haare färben – Haare tönen – Veränderung der Haarfarbe – echte Haarfarbe – falsche Haarfarbe

Die Echten und die Falschen
Veränderung der Haarfarbe bei deutschen Frauen

© PD Dr. Ronald Henss

In dem Beitrag Veränderung von Haarfarben haben wir gesehen, dass deutsche Männer ihre natürliche Haarfarbe im Wesentlichen beibehalten, während bei einem bemerkenswert hohen Anteil der deutschen Frauen die aktuelle Haarfarbe nicht mit der natürlichen Haarfarbe übereinstimmt.
Im Beitrag Haarfarbe wechsle dich haben wir gesehen, in welche Richtung Frauen, die als natürliche Haarfarbe xy angaben, ihre Haarfarbe verändern.
Im Folgenden betrachten wir das Thema aus einer dritten Perspektive. Dabei lautet die Frage: Was ist eigentlich die natürliche Haarfarbe derjenigen Frauen, die aktuell die Haarfarbe xy tragen?

Die Echten und die Falschen
Die Extreme bilden die Haarfarben „rotbraun“ und „mittelbraun“.
Während 68,6 Prozent der Mittelbraunen „echt“ sind, also auch Mittelbraun als natürliche Haarfarbe angaben, befinden sich unter den Rotbraunen lediglich 25,4 Prozent „Echte“ und dementsprechend fast dreimal so viele „Gefälschte“.

Die Echten
Mehr „Echte“ als „Falsche“ gibt es bei den folgenden Farben:
68,6%   mittelbraun
67,9%   dunkelbraun
62,6%   dunkelblond
54,9%   hellbraun
51,8%   rotblond

Die Falschen
Bei den folgenden Farben befinden sich die „Echten“ in der Minderheit:
25,4%   rotbraun
27,5%   hellblond
40,7%   rot
45,2%   mittelblond
48,8%   schwarz

Die Veränderungen
Die wichtigsten Zugewinne lassen sich wie folgt zusammenfassen
hellblond   « « «   mittelblond (29,5%), dunkelblond (23,7%), hellbraun (6,1%), mittelbraun (6,0%)
mittelblond   « « «   dunkelblond (31,6%), hellbraun (9,3%), mittelbraun (7,5%)
dunkelblond   « « «   hellbraun (16,0%), mittelbraun (9,4%), mittelblond (5,3%)
hellbraun   « « «   mittelbraun (21,8%), dunkelbraun (10,2%), dunkelblond (6,5%)
mittelbraun   « « «   dunkelbraun (14,8%), dunkelblond (5,9%), hellbraun (5,4%)
dunkelbraun   « « «   mittelbraun (14,4%), hellbraun (5,6%)
schwarz   « « «   dunkelbraun (21,5%), mittelbraun (10,8%), dunkelblond (6,8%), hellbraun (5,4%)
rotblond   « « «   dunkelblond (13,0%), mittelblond (12,9%), rotbraun (5,0%)
rotbraun   « « «   mittelbraun (24,5%), dunkelbraun (22,8%), hellbraun (9,3%), dunkelblond (8,4%)
rot   « « «   mittelbraun (12,4%), dunkelblond (11,9%), mittelblond (9,1%), hellbraun (8,1%), dunkelbraun (7,1%)
gemischt/Strähnchen   « « «   dunkelbraun (22,6%), mittelbraun (22,1%), dunkelblond (17,5%), mittelblond (13,1%), hellbraun (11,1%)

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Michael Schumacher ist ein Feigling

31. Januar 2010

Haarfarbe – Haare färben – Haare tönen – Haarefärben – Haaretönen – graues Haar – Michael Schumacher – Schumi – Formel-1 – Spiegel online – Glosse

Michael Schumacher ist ein Feigling
© Ronald Henss

Ja, richtig gelesen: Michael Schumacher ist ein Feigling! … Diese weltbewegende Erkenntnis ergibt sich aus einer Meldung, die ich heute – 31. Januar 2010 – bei SPIGEL ONLINE gefunden habe. Dort ist zu lesen:

Älterwerden ist bekanntlich nichts für Feiglinge. Michael Schumacher will die Zeichen der Zeit auf jeden Fall so lange es geht verbergen – oder zumindest im Zaum halten. Und macht daraus kein Geheimnis. Der 41-Jährige verriet jetzt der „Bild am Sonntag“, dass die Blondtöne in seinem Schopf aus der Tube stammen. „Ich habe 2005, glaube ich, angefangen, meine Haare ab und zu zu färben. Der eine wird eben ein bisschen früher grau, der andere ein bisschen später“, sagte der Rekord-Weltmeister.
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,675110,00.html

Wenn es der gute Michael Schumacher für nötig hält, „die Zeichen der Zeit auf jeden Fall so lange es geht [zu] verbergen – oder zumindest im Zaum [zu] halten“, dann kann er sich offenkundig nicht mit dem Älterwerden abfinden und outet sich gerade durch sein Ich-will-jung-erscheinen-um-jeden-Preis-Verhalten als Feigling. Nur in dieser Interpretation macht für mich die SPIEGEL-ONLINE-Meldung Sinn.

Nun ja, als Feigling in diesem Sinne steht unser Formel-1-Idol Gott sei Dank nicht alleine da. Neben Hunderten anderen Prominenten und Millionen ganz gewöhnlichen Normalbürgern fällt er eigentlich gar nicht ins Gewicht. Aber für die Medien – und ihre eifrige Leser-, Hörer- und Zuschauerschaft – ist das Haarefärben oder Haaretönen allemal eine Meldung wert. Erst recht wenn der „Täter“ männlichen Geschlechts und noch dazu prominent ist.

Zum Glück gibt es auch Prominente, die man auf gar keinen Fall als Feigling bezeichnen kann, weil die Natur es so gut mit ihnen gemeint hat, dass sie es gar nicht nötig haben, ihr Haar zu färben oder zu tönen – und die öffentliche Mutmaßungen über ihren prachtvollen Haarschopf notfalls per Gerichtsentscheid untersagen lassen. Wie glücklich kann sich ein Volk schätzen, das ein solches Naturwunder unvergrauter Haarpracht an seiner Spitze hat (oder wenigstens mal hatte).

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