Haarfarbenstatistik


Blond, braun, schwarz, rot …
Häufigkeiten von Haarfarben

Ein paar statistische Daten

Wie viele Blondhaarige / Braunhaarige / Schwarzhaarige / Rothaarige gibt es eigentlich?

Zu dieser Frage gibt es bemerkenswert wenige Statistiken (zumindest sind mir nur recht wenige bekannt).

Einige Aufschlüsse gibt eine außerordentlich umfangreiche online-Studie, bei der unter anderem mehr als 9.000 deutsche Männer und Frauen über ihre natürliche Haarfarbe befragt wurden.

Ich habe an anderer Stelle einen Überblick über die Häufigkeit verschiedener Haarfarben in Deutschland ins Netz gestellt (da es sich um eine umfangreiche Tabelle handelt, kann diese nicht in diesem Blog dargestellt werden).
Darüber hinaus gibt es auf http://www.haar-und-psychologie.de noch weitere statistische Daten über die Häufigkeit von Haarfarben (und Augenfarben).

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2 Responses to Haarfarbenstatistik

  1. Herr Schmitt sagt:

    Sehr geehrter Herr Henss!

    Vielen Dank für Ihre umfangreiche und differenzierte Statistik. Eine solche war lange Zeit ein echtes Desiderat. Ich habe lange im Net suchen müssen, ehe ich eine solche bei Ihnen finden konnte.

    Was an der Statistik zunächst auffällt, sind zwei Dinge:

    1. Der kontraintuitiv hohe Anteil Blonder.
    2. Der überraschend geringe Unterschied zwischen Nord- und Süddeutschland.
    3. Der gleichfalls überraschend geringe Unterschied zwischen Frauen und Männern.

    zu 1. Der kontraintuitiv hohe Anteil Blonder

    Nach der Statistik müßte in Süddeutschland die knappe Hälfte aller Menschen blond sein, was vollkommen an der Wirklichkeit vorbeigeht. Selbst eine Auslese aus Gruppen, die mehr oder weniger überproportional blond sein dürften, etwa Prominente, Polizisten, Leichtathleten, Tennisspieler, Soldaten usw. würde sich nicht bei einem Wert von 45% einpendeln. Rein intuitiv würde ich, der ich an verschiedenen süddeutschen Universitäten studiert habe, daher die Gegenden dort ganz gut kenne, den Anteil der Blonden in der Durchschnittsbevölkerung auf etwa 20% schätzen – ungefähr 10 – 15 % blonde Männer, 25 – 30% blonde Frauen.
    Das entspricht eher schon etwa dem Wert, den die Statistik hergibt, wenn wir nur hell- und mittelblond zählen. Genau dies ist vielleicht sinnvoll, da zur Kategorie „dunkelblond“ heute offenbar auch Farben gezählt werden, die rein optisch eindeutig braun erscheinen:

    http://www.hair-dress.de/images/content/8 – Dunkelblond-supersize.jpg

    Es scheint mir, daß die Maßstäbe für die Kategorie “blond” im Laufe der Zeit lascher geworden sind, daß also heute schon Farben als „blond“ gezählt werden, die vor 100 Jahren noch als „braun“ bezeichnet wurden.

    zu 2. Der überraschend geringe Unterschied zwischen Nord- und Süddeutschland.

    Forscher des späten 19. Jahrhunderts und der Jahrhundertwende, auch noch Prof. Günther in den 1920ern, haben eine weitaus größere Differenz zwischen Norden und Süden ausgemacht, was den Anteil der einzelnen Farben betrifft. Ohne die entsprechenden Zahlen zur Hand zu haben erinnere ich mich doch, in Werken aus dieser Zeit für den blonden Anteil des Nordens ca. 50%, für den Süden aber nur ca. 25% gelesen zu haben. Heute sollen es ca. 25% Hell- und Mittelblonde im Norden, aber immerhin noch 20% im Süden sein.

    Das mag durch die Urbanisation und den modernen Mobilismus zu erklären sein, infolge derer die Vermischung zwischen Nord- und Süddeutschen heute schon so stark ist, daß die ursprünglichen Tendenzen des eher „blonden“ Norden und des mehr brünetten Süden stark zurücktreten und sich Nord- und Süddeutsche in Bezug auf die Haarfarbe immer ähnlicher werden.

    zu 3. Der gleichfalls überraschend geringe Unterschied zwischen Frauen und Männern.

    Intuitiv würde ich abschätzen, daß auf der Straße jede zwar dritte Frau, aber nur jeder sechste Mann, die mir begegnen, im eigentlichen Sinne blond sind (hell- und mittelblond). Das mag hauptsächlich daran liegen, daß Frauen viel häufiger die Haare blond färben als dies bei Männern der Fall ist. Dies haben Ihre Statistiken über das Haarfärbeverhalten auch bestätigt.

    Ein weiterer Nebengrund, den man nicht außer acht lassen sollte, ist aber der, daß bei Männern die Haarfarbe rascher nachdunkelt als bei Frauen. Ursache dafür sollen nach Ansicht mancher Forscher der höhere Spiegel männlicher Sexualhormone bei den Männern sein. So fällt bei Männern eine genetisch gesehen gleiche Haarfarbe aufgrund der höheren Androgenwerte dunkler aus: Was bei Frauen z. B. tatsächlich noch wie ein dunkles Goldblond erscheint, wirkt dann beim Mann eher wie ein helleres Braun oder allenfalls „goldbraun“.

    Man könnte noch endlos weitere auswertende Betrachtungen zur Statistik anstellen, allein will ich es erst einmal bei den vorgenommenen belassen.

    Viele Grüße!

  2. Es gibt in Eurostat Daten zur Nutzung von Sonnenschutzmitteln. Da gibt es auch das Merkmal Haarfarben aber die Daten sind für normalsterbliche(=nicht Institution) nicht zu bekommen.

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